Hörnum

Der südlichste Ort Sylts, Hörnum, wurde erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegründet. Er bestand zunächst lediglich aus den Hafengebäuden der HAPAG sowie dem Leuchtturm Hörnum, der im Jahr 1907 errichtet wurde. Der Ort war bis 1970 über die Inselbahn mit Westerland verbunden. Aber schon in früherer Zeit soll die unbesiedelte Südspitze der Insel Fischern und Seeräubern als vorübergehender Unterschlupf gedient haben. Aus dieser Zeit soll die noch heute verwendete Flurbezeichung „Budersand“ stammen; sie bezeichnet eine mächtige Düne an der Ostseite des Ortes, auf der in früheren Zeiten „Buden“ – also Hütten – gestanden haben sollen.

Ab 1907 verzeichnete der abgelegene Ort einen großen Aufschwung. Nicht nur der Tourismus, auch die Wehrmacht bzw. Bundeswehr prägten diesen Ort; letztere hat sich unlängst aus den Kasernen zurückgezogen, sodass der Tourismus heute den Ort beherrscht.

Von ständigen Sandverlusten ist die Südspitze der Insel, die so genannte „Odde“, gezeichnet; Jahr für Jahr werden große Teile der Dünenlandschaft durch Sturmfluten und Gezeiten abgetragen. Auch Küstenschutzbauwerke erzielten keine Wirkung, so dass auch in Zukunft zu erwarten ist, dass die „Odde“ weiter schrumpfen wird. Gefährdet sind dadurch bereits erste Ortsteile von Hörnum, insbesondere die so genannte „Kersig-Siedlung“ – eine Siedlung von Sommerhäusern in den südwestlichen Dünen von Hörnum. Die ehemals von der Bundeswehr genutzte Fläche im nördlichen Teil des Ortes wird nun in einen 18-Loch-Golfplatz mit angeschlossenem 5-Sterne Hotel umgewandelt. Dazu wurde das Gelände komplett zurückgebaut, und ein weitgehend naturnaher Golfplatz zwischen den Dünen angelegt.

 

Quelle: Wikipedia.de 

 

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